SANDRA LINDNER

  
INDUSTRIEDESIGN

Mit den Rohstoffen Metall und Textil hat sich Sandra Lindner (1974) in drei handwerklichen Ausbildungen intensiv auseinander gesetzt. Das Studium bei Lambert Rosenbusch an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg mit dem Abschluss als Industrie-Designerin bildete deren konsequente Fortsetzung. Parallel dazu studierte die gebürtige Baden-Württembergerin mehrere Semester Architektur und machte sich bereits im Jahr 1996 mit Lindner im Norden selbständig.

ClassiCon vertreibt ihre Leuchte Selene in fünf verschiedenen Größen. Sir Terence Conran setzte die klassische Glaskugel-Leuchte für die Ausstattung des Café Drechsler in Wien ein; sie leuchtet auch in der Schirn, Frankfurt, oder im SIDE-Hotel, Hamburg.

Einer der Grundgedanken von Sandra Lindner ist die “Fertigung aus einem Stück”. Er zieht sich durch fast alle ihre Produkte und ist beim x-mas tree einfach und logisch umgesetzt: Funktion und Fertigungstechnik verbinden sich in Form schlanker, geölter Vierkanthölzer zu einem strahlenden Weihnachtsbaum.

Den handwerklichen Aspekt der seriellen Produktion bezieht die Leuchte Verform ein. Die Vorarbeiten erfolgen nach den Kriterien des industriellen Fertigungsprozesses, bei der anschließenden Realisierung muss sich das Ausgangsmaterial Porzellan dem Zufallsprozess unterwerfen.

Die aktuellen Fragestellungen, die sich aus dem Thema Nachhaltigkeit ergeben, beschäftigen Sandra Lindner ebenso wie die Einmaligkeit, die natürliche Rohstoffe mitbringen.

Für ihr “wunderbar reduziertes Design” wurde Sandra Lindner von der Elle Decoration als Newcomerin des Jahres 2007 ausgezeichnet.